WALTAN | 2024 – ongoing
waltan (Althochdeutsch für stark sein, herrschen, Macht ausüben) untersucht mit dem Medium der Fotografie Gewaltvorkommen in der deutschen Gesellschaft. Im Fokus liegt das Spannungsfeld zwischen individuellen Gewalterfahrungen und normgebenden Strukturen.
Ziel des Langzeitprojektes ist die Bündelung einer Enzyklopädie der Gewalt: Einem multimedialen Werk, das Gewaltphänomene dokumentiert und in ihrer Vielschichtigkeit sichtbar macht. Die Arbeits- und Rechercheergebnisse werden dafür in Form von Fotografien, Interviews, Texten, Statistiken und dokumentarischen sowie wissenschaftlichen Materialien künstlerisch aufbereitet und zusammengeführt.
Das erste Kapitel widmet sich dem Vorkommen von Polizeigewalt und stellt die Perspektiven von Betroffenen in den Vordergrund. Die Exekutive ist in Deutschland mit dem Gewaltmonopol ausgestattet, um die gesellschaftliche Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten. Hierfür ist die Polizei zur Anwendung des Unmittelbaren Zwangs berechtigt, der unterschiedliche Gewaltmittel beschreibt und festlegt. In der Ausführung sind die Polizist*innen durch die Landespolizeigesetze an den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gebunden. Genau dieses Spektrum erschwert eine moralische Einordnung und die juristische Bewertung zwischen legitimer Maßnahme und illegaler Gewaltanwendung.
Im Jahr 2021 wurden laut Statistischem Bundesamt 2.790 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlich illegaler Gewaltanwendungen gegen Polizist*innen eingeleitet. In 80 Fällen kam es zur Anklage, 27 endeten mit Verurteilungen. Die bisher umfangreichste Studie zum Thema, Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamt*innen (2023), geht parallel von rund 12.000 Fällen rechtswidriger Polizeigewalt jährlich aus.
waltan (Althochdeutsch für stark sein, herrschen, Macht ausüben) untersucht mit dem Medium der Fotografie Gewaltvorkommen in der deutschen Gesellschaft. Im Fokus liegt das Spannungsfeld zwischen individuellen Gewalterfahrungen und normgebenden Strukturen.
Ziel des Langzeitprojektes ist die Bündelung einer Enzyklopädie der Gewalt: Einem multimedialen Werk, das Gewaltphänomene dokumentiert und in ihrer Vielschichtigkeit sichtbar macht. Die Arbeits- und Rechercheergebnisse werden dafür in Form von Fotografien, Interviews, Texten, Statistiken und dokumentarischen sowie wissenschaftlichen Materialien künstlerisch aufbereitet und zusammengeführt.
Das erste Kapitel widmet sich dem Vorkommen von Polizeigewalt und stellt die Perspektiven von Betroffenen in den Vordergrund. Die Exekutive ist in Deutschland mit dem Gewaltmonopol ausgestattet, um die gesellschaftliche Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten. Hierfür ist die Polizei zur Anwendung des Unmittelbaren Zwangs berechtigt, der unterschiedliche Gewaltmittel beschreibt und festlegt. In der Ausführung sind die Polizist*innen durch die Landespolizeigesetze an den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gebunden. Genau dieses Spektrum erschwert eine moralische Einordnung und die juristische Bewertung zwischen legitimer Maßnahme und illegaler Gewaltanwendung.
Im Jahr 2021 wurden laut Statistischem Bundesamt 2.790 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlich illegaler Gewaltanwendungen gegen Polizist*innen eingeleitet. In 80 Fällen kam es zur Anklage, 27 endeten mit Verurteilungen. Die bisher umfangreichste Studie zum Thema, Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamt*innen (2023), geht parallel von rund 12.000 Fällen rechtswidriger Polizeigewalt jährlich aus.